Am vergangenen Sonntag war es endlich so weit: Nach 21 Jahren durften wir beide Mannschaften des SV Zainingen wieder auf Wachter begrüßen. Bei bestem Fußballwetter konnten die Zuschauer Rote, Bierchen und zwei umkämpfte Derbys genießen. Auf dem Papier waren die Gäste jeweils favorisiert, auf dem Platz kann aber alles passieren.

SF Donnstetten II – SV Zainingen II 0:1

Den Anfang machte wie gewohnt unsere Zweite. Magic konnte einen starken und mit 20 Spielern auch sehr großen Kader aufbieten. Die erste große Chance gehörte uns: Nach einem genialen Ball von Max Kaup stand Sebastian König frei vor dem Keeper, setzte den Ball aber knapp über das Tor. Danach übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando. Wir waren häufig einen Schritt zu spät und mussten nach einem Angriff über die rechte Seite das 0:1 hinnehmen. Zwar hatten die Zaininger danach mehr vom Spiel, wirklich gefährlich wurde es aber nur selten.
Nach der Pause kamen wir besser in die Partie, mussten allerdings früh den Ausfall von Maxi Hummel verkraften. Nach einem Zusammenprall mit unserer Nummer eins war für unseren Abwehrchef Schluss. Offensiv konnten wir nur noch vereinzelt Akzente setzen. Ein Kopfball von Niko Bleher und einige Distanzschüsse gingen knapp vorbei. Auch die Gäste blieben weitgehend ungefährlich. Kurz vor Schluss sorgte schließlich noch ein Freistoßpfiff für Diskussionen, da der Tatort deutlich innerhalb des Strafraums lag. Es blieb dann aber beim umkämpften 0:1.

SV Donnstetten – SV Zainingen 1:1

Anschließend war unsere Erste gefordert. Die Marschroute war klar: kompakt stehen, Zweikämpfe annehmen und über die Defensive ins Spiel finden. Bereits nach acht Minuten gingen die Gäste nach einem Eckball in Führung. Timmy Hummel parierte zunächst stark, konnte die anschließenden Abschlüsse aber nicht mehr verhindern.
Danach stabilisierten wir uns und ließen deutlich weniger zu. Spielerisch fehlten uns zwar die Mittel für große Chancen, dafür stimmte der Einsatz. Auch nach der Pause hielten wir dagegen und konnten unsere Fehlerquote deutlich reduzieren. Wenn doch einmal etwas durchkam, war Timmy zur Stelle und bewahrte uns mehrfach vor einem höheren Rückstand.
Dann kam die 88. Minute: Freistoß für uns, und wer sonst als Tim Hahn sollte sich den Ball schnappen? Mit ordentlich Wucht brachte er die Kugel zum Flattern. Der Keeper bekam zwar noch die Finger dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Man munkelte, Robby hätte den gehabt.
In der hitzigen Schlussphase sah der Gästekapitän nach einer weiteren Verwarnung schließlich Gelb-Rot. Kurios: Erst mussten die Zuschauer den Schiedsrichter daran erinnern, dass er bereits verwarnt war. Trotz Überzahl blieb es beim 1:1.

Ein Derbytag, der vor allem kämpferisch überzeugen konnte. Beide Mannschaften zeigten Moral, Laufbereitschaft und Einsatz. Die Zweite hielt trotz Rückstand dagegen, während die Erste sich den Punkt mit einer starken kämpferischen Leistung verdiente. Auch wenn spielerisch noch Luft nach oben bleibt, war dieser Derbysamstag ein Schritt in die richtige Richtung.