SF Donnstetten – FC Dottingen/Rietheim 1:0

Am Sonntag stand das „Halbfinale“ der Relegation an. Vor knapp 500 Zuschauern trafen wir in Würtingen auf den FC Dottingen/Rietheim. Nach einer durchwachsenen Trainingswoche, aber einem starken Abschlusstraining, war die Mannschaft hochmotiviert. Spätestens nach der Gänsehautansprache von Niko Bleher war jedem klar, worum es an diesem Tag ging.
Von Beginn an übernahmen wir die Kontrolle. Der Gegner stand tief und konzentrierte sich auf die Defensive, während wir nach Lösungen suchten. Spielerisch war es nicht immer eine Augenweide, dennoch gehörten die Spielanteile klar uns. Die ersten Chancen hatte Sascha Seiler, der nach zwei langen Bällen gefährlich vor dem Tor auftauchte. Auch Tim Hahn sorgte immer wieder für Gefahr, scheiterte jedoch entweder knapp am Tor oder am Gästekeeper.
Trotz Überlegenheit fehlte im letzten Drittel die Konsequenz, sodass es torlos in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie körperlicher. Viele Zweikämpfe, Fouls und Karten prägten das Spiel. Wir verloren zwischenzeitlich etwas die Ordnung, fanden aber wieder zurück und erspielten uns weitere Möglichkeiten. Die Abschlüsse waren jedoch zu ungenau oder wurden vom Torhüter entschärft.
So ging es in die Verlängerung. Am Spielverlauf änderte sich wenig: Wir blieben die aktivere Mannschaft, ohne uns die ganz großen Chancen zu erarbeiten. Als sich bereits alles auf ein Elfmeterschießen einstellte, folgte die entscheidende Szene. In der 123. Minute zeigte Rückkehrer Moritz Bächle eine starke Aktion im Mittelfeld und schickte Jannik Bächle auf die Reise. Dieser wurde im Strafraum zu Fall gebracht – Elfmeter.
Eigentlich nahm Pascal Hummel vorerst den Ball, nach kurzer Absprache trat jedoch Leonardo Bruno an. Bei den Leistungen beider an diesem Tag spielte die Wahl des Schützen kaum eine Rolle. Mit der letzten Aktion des Spiels verwandelte er den Strafstoß unhaltbar ins linke Eck. Danach gab es kein Halten mehr: Jubel auf dem Platz sowie Ekstase auf den Rängen.
Vielleicht nicht das schönste Spiel der Saison, aber eines, das wir mit Geduld, Einsatz und Mentalität verdient für uns entscheiden konnten. Nun gilt der volle Fokus dem Finale gegen den FC Lichtenstein.